Lords of the Fallen (PC)

Was erwarten wir uns?

Aufgrund der Trailer die wir gesehen haben, erwarten wir uns ein Spiel das ähnlich wie Dark Souls ist, nur ein wenig Anfängerfreundlicher und mit innovativen Eigenheiten.

Der comiclastige Stil sticht sofort ins Auge.An Artworks mangelt es hier nicht!Verschiedene Magietypen sorgen für Abwechslung.Wir haben einige Mängel im Balancing festgestellt.Das düstere Setting erinnert an Dark Souls.

Angezockt

Zu Beginn des Spieles konnten wir uns aussuchen mit welchem Equipment wir starten wollen und welchen Skilltree wir haben wollen. Wir konnten bei Equipment und Skilltree jeweils zwischen 3 Klassen auswählen, wobei die gewählten Optionen sich gegenseitig beeinflussen, was zu einer Gesamtanzahl von 9 Klassen führt (3×3). Wir starteten das Spiel in einer Turorial Zone wo uns an schwachen Feinden das Spiel gezeigt wurde und gleich darauf der erste schwache Boss kam. Nach einiger Zeit fanden wir auch den Gauntlet welcher es uns erlaubte auf Kosten von Mana magische Angriffe mit ihm durchzuführen. Diese Mechanik war neu und erfrischend, stellte sich aber als relativ schlecht balanced heraus, da wir bald feststellten, dass man alle Feinde die schwerer sein sollten einfach auf Distanz mit dem Gauntlet erschießen konnte bevor sie zu einem kamen. Wir spielten als Rogue, aber wechselten den eigentlich auf Stealth ausgelegten Spielstil schnell auf eine Art Magier, da der Gauntlet und die Zauber der Rogue Klasse beide auf Dauer sehr viel Mana brauchten, aber extrem viel stärker waren als normales Kämpfen.

So wurden auch Bosse sehr schnell zu Kanonenfutter für uns, da ziemlich jeder Boss in Lords of the Fallen 3 Angriffszonen rund um ihn hat, welche man als Magier extrem ausnutzen konnte: die Nahkampfzone, welche ein nur ein wenig größer ist als der Boss selbst, wo entweder mit leicht zu blockenden oder leicht auszuweichenden Angriffen angegriffen wird, die Fernkampfzone, welche sich über die gesamte Arena erstreckt und nur nicht in den 2 anderen Zonen gilt, wo entweder mit Projektilen auf den Spieler geschossen wird oder man von einem Sprungangriff attackiert wird, welcher den Boss wieder zu einem bringt. Die letzte Zone ist allerdings das Problem bei Bossen in Lords of the Fallen. Sie liegt zwischen der Nahkampf und Fernkampfzone und ist nur relativ klein, doch wenn man sich in diesem Bereich befindet, greift der Boss nicht an sondern geht auf den Spieler gemächlich zu. Die Zone ist groß genug, dass man, als auf Geschicklichkeit spielender Rogue den Boss in kurzer Zeit mit Gauntlet töten kann, da es in ganz Lords of the Fallen keinen Gegner zu geben scheint der mehr Magieresistenz hat als Resistenzen gegen alles andere und somit magische Angriffe immer stärker und sicherer sind.

Am Ende unseres Tests hatten wir das Spiel bereits halb durch, doch die meiste Zeit damit verbracht das dauernd abstürzende Spiel neu zu starten und auf das auffüllen des Mana zu warten während wir uns durch relativ wehrlose Feinde kämpften, welche gegen Ende des Tests hin wo wir komplett auf Magie ausgelegt waren immer noch leicht mit unserem Schwert zu töten waren.

Rating

Grafik (9/10)

Die Grafik ist am neuesten Stand der Technik und sieht immer schön aus und ist aber im Vergleich zu manch anderem Rollenspiel ein wenig comichaft angehaucht.

Musik (10/10)

Die Musik passt immer zur jeweiligen Situation und untermalt vor allem in den Bosskämpfen die epische Stimmung.

Gameplay (7/10)

Aufgrund des Gauntlets, welcher es erlaubt magische Fähigkeiten zu verwenden und den Standardzaubern der jeweiligen Klasse, wurden die stärkeren Feinde, welche zwar keine Bosse, aber doch fordernd sind, meist relativ schnell und gefahrlos beseitigt, da der Distanzangriff des Gauntlets sehr stark war. Bossfights sind nicht wirklich fordernd sondern einfach nur zeitaufwendig und nervig. Beim erstem Mal durchspielen starben wir außer beim letzten Boss maximal 3 mal pro Bossfight, aber die meisten Bosse schafften wir sogar beim ersten Mal, dafür dauerten sie immer ewig. Der letzte Boss war allerdings nicht nur zeitaufwendig sondern auch extrem nervig, da er zwar genau so wehrlos war wie die meisten anderen Bosse gegen Angriffe mit Magie, aber wenn er eine gewisse Anzahl an Leben verloren hatte einen Todeslaser Angriff einsetzte der uns immer 1-Hit tötete und sehr schwer zu vermeiden war (Im Kreis sprinten und hoffen, dass die Ausdauer nicht ausgeht, da der Laser nicht genau auf uns zielt, sondern da wo wir vor kurzem standen, sich dafür aber sehr schnell auf unsere aktuelle Position zubewegt.). Nach dem Laser heilte sich der Boss dann in dem er die kleinen Feinde die er immer kurz vor dem Laser beschwört wieder in sich aufnimmt. Seine Heilung kann nur verhindert werden in dem man diese Feinde tötet, aber dafür muss man entweder stillstehen und mit Magie angreifen, was für gewöhnlich mit einem Todeslaser ins Gesicht endet, oder man versucht es mit Nahkampf, was sehr wahrscheinlich mit Todeslaser ins Gesicht endet, da man meist von mehreren gleichzeitig angegriffen wird, wenn man versucht zu kämpfen und sich auch nicht sehr viel bewegt wenn man mit dem Schwert angreift.

Auch war das Spiel extrem verbugt als wir es getestet haben und es dauerte oft bis zu einer halben Stunde es überhaupt einmal zu starten und unsere Probleme schienen kein Einzelfall zu sein.

Angenehm andererseits waren die Challanges die man machen konnte um spezielle Kisten zu öffnen. Diese waren, wenn man sie sofort, wenn man sie freigeschalten hat, versucht hat sie zu machen, meist sogar fordernt. (Leider viel fordernder als die Bossfights)

Story (5/10)

Obwohl das Spiel seine Story sehr direkt erzählt und einen auch sehr darin involviert, sind die Charaktere einfach zu flach und da die Story den Hauptcharakter selbst eigentlich kaum interessiert geht es dem Spieler auch nicht viel anders.

Gesamtbewertung: 7.75 Punkte

Lords of the Fallen hat den Hype um Dark Souls für sich genutzt und ist eine für Casual Spieler zugänglichere Version des Action-RPG mit vielen innovativen Neuerungen. Leider ist das Balancing  nicht so gut gelungen, da man mit jeder Klasse einfach nur ohne viel auf Magie zu skillen alles töten kann und die Bossfights einfach lahm sind.

 

Persönliche Bewertung

Eine nette Abwechslung zum knallharten Alltag in Dark Souls und definitiv eine gute Möglichkeit für Casual Spieler in den Genuss diese Genres zu kommen, aber für mich waren die Bossfights einfach zu leicht und langwierig.

Man sollte vielleicht auch die klassischen Rollen von Gegnertypen überdenken. Ich habe zwar kein Problem mit einem Magier in Roben der 10 Mal so viel aushält wie ein Feind der aussieht wie ein massiver Stahlklotz und einen riesigen Schild hat, doch es ist ein wenig nervenaufreibend, wenn das einzige was einen aufhält ein Magier ist, da man ihn im Nahkampf nicht schnell genug töten kann, da seine Nahkampfangriffe kombiniert mit seinen vielen Leben zu schnell töten, und man im Fernkampf ewig auf Mana warten muss während man seinen unglaublich nervigen und einfallslosen Fernkampfzaubern ausweicht.

-MrXonte

Über MrXonte

Ich bin ein Student aus Villach.

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